Aktuelles – Frische Infos zum Engagement in Rostock

Frau des Jahres 2026

24.03.2026 | Rund um die Plattform

Bereits zum achten Mal infolge hat das Land Mecklenburg Vorpommern die "Frau des Jahres 2026" geehrt.
Mehr zur Preisverleihung die am Freitagabend des 6. März 2026 in Rostock stattfand gibt es hier:

Birgit Waniorek ist die Frau des Jahres 2026 für Mecklenburg-Vorpommern

Am 6. März lud Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zum jährlichen Frauentagsempfang in die Aula der Hochschule für Musik und Theater in Rostock ein. Rund 300 Gästen aus Politik, Ehrenamt und Gesellschaft nahmen an der Veranstaltung teil, bei der seit 2019 Frauen geehrt werden, die das öffentliche Leben durch ihr Engagement nachhaltig prägen.

In diesem Jahr fiel die Wahl auf Birgit Waniorek vom Arbeiter‑Samariter‑Bund (ASB) Süd‑West‑Mecklenburg.

Birgit Waniorek arbeitet seit drei Jahren als Koordinatorin für das Ehrenamt beim ASB. Als ausgebildete Notfallsanitäterin, die selbst viele Jahre im Rettungsdienst tätig war, gibt sie heute ihre Erfahrungen an angehende Rettungsdienstmitarbeitende, Ehrenamtliche im Katastrophenschutz und junge Menschen weiter, die erste Schritte in der Ersten Hilfe machen wollen. Dabei verfolgt sie das Ziel, Menschen zu befähigen Verantwortung zu übernehmen und im Ernstfall sicher handeln zu können.

Neben ihrer hauptamtlichen Tätigkeit engagiert sie sich seit Jahren im Bevölkerungsschutz sowie für Toleranz, Integration und Naturschutz. Sie baute eine Rettungshundestaffel sowie einen Besuchshundedienst mit auf und war Mitorganisatorin des Weltrekordversuchs „Längste Reanimation (Staffel)“, bei dem im September 2024 in Boizenburg 251 Teilnehmerinnen über 50 Stunden eine Herz‑Lungen‑Wiederbelebung durchführten.

Birgit Waniorek

Jacqueline Bernhardt (Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz des Landes M-V), Birgit Waniorek, Manuela Schwesig (Ministerpräsidentin des Landes M-V) (v.l.)

Eine Fähigkeit, die Waniorek besonders auszeichnet, ist es, Frauen für technische Aufgaben wie beispielsweise den Umgang mit Kettensägen zu begeistern. Diese Stärke möchte sie in den kommenden Monaten gezielt einsetzen, um mehr Frauen für das Ehrenamt und Führungsrollen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz zu gewinnen. Denn dort sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert und werden oft bei Neubesetzungen nicht berücksichtigt. Zur Förderung zukünftiger weiblicher Führungskräfte fehlt es vor allem noch an Vorbildern und strukturierten Wegen in verantwortungsvolle Positionen.

Zum Ehrenamt und besonders im Hinblick auf den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz sagte Birgit W., dass sich Krisen nur bewältigen lassen, wenn wir informiert, rücksichtsvoll und miteinander handeln. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich unabhängig von Alter, körperlicher Belastbarkeit oder Lebenssituation einzubringen. Ob Besuchshundedienst, Jugendarbeit, Rettungshunde, Sanitätsdienst oder Katastrophenschutz. Alle Bereiche seien Teil eines großen Ganzen, das die zivile Sicherheit der Gemeinschaft trägt.

Ein Grundgedanke zieht sich durch all ihr Engagement: Gemeinschaft stärkt, verbindet und hält geistig wach. Verantwortung zu übernehmen ist eine Entscheidung, die Jeder für sich treffen kann!